31. Mai 2012
Wenn Argentiniens Präsidentin Cristina Fernandez das nächste Mal nach Europa reist, sollte sie ihre Einkäufe ausnahmsweise mal in bar bezahlen. Dann würde ihr nämlich wieder bewusst, dass in vielen Staaten der Europäischen Union inzwischen mit dem Euro bezahlt wird. Diese Information könnte sie an die Finanzverwaltung ihres Landes weitergeben. Denn den Behörden in Argentinien ist die Währungsumstellung in der Euro-Zone anscheinend entgangen.
Ans Licht gekommen ist das durch ein Formular, das argentinische Bürger seit einiger Zeit ausfüllen müssen, wenn sie fremde Währungen kaufen wollen - zum Beispiel vor einer Auslandsreise. Als meldepflichtig gelten auf dem Formular unter anderem griechische Drachmen und spanische Peseten: beides Währungen, die schon vor Jahren vom Euro abgelöst wurden. Als mögliche Reiseziele werden außerdem nicht mehr existierende Staaten wie die UdSSR, die DDR und Zaire genannt.
Hintergrund der Meldepflicht für Fremdwährungen ist die Sorge der argentinischen Regierung um den Wert des Peso. Mehr dazu in Medien global in den Weltnachrichten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)