31. Mai 2012

Guatemala: Algenpest am Atitlán-See

Damit ist die Versorgungsgrundlage für zehntausende Menschen in Gefahr. In Guatemala bedroht eine Algenpest den Atitlán-See. Das berichtet das Magazin "Welt-Sichten", das von einem Trägerverein kirchlicher Hilfswerke herausgegeben wird.

Dem Bericht zufolge tritt die Plage seit 2009 jedes Jahr auf. Dabei vermehren sich massenhaft sogenannte Cyanobakterien. Ihr alter Name ist "Blaualgen", weil sie früher zu den Algen gezählt wurden. Tatsächlich sind es aber Bakterien, die Photosynthese betreiben. Sie ernähren sich besonders gern von Stoffen aus Abwässern, Dünger und Waschmittel.

2005 hatte ein Hurrikan eine der wenigen Kläranlagen am Atitlán-See zerstört; derzeit wird zwar eine neue gebaut, aber das reicht noch nicht aus. Aus dem See kommt das Trinkwasser für die Menschen der Region. Außerdem leben viele der meist indigenen Anwohner von den Touristen, die den malerisch gelegenen Atitlán-See besuchen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)