31. Mai 2012
Pflanzenschutzmittel sollen Planzen schützen, sie töten allerdings mehr ab, als geplant.
Eine gemeinsame Studie der Universitäten Koblenz-Landau, Aarhus und Sydney hat ergeben, dass die Mittel die Biodiversität in Gewässern gefährden.
Durch Regen können die Gifte vom Boden in angrenzende Gewässer gespült werden und dort empfindliche Organismen abtöten. Die Forscher haben zusammen mit dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung verschiedene Studien neu ausgewertet. Das Ergebnis:
In einigen Gewässern seien fast drei Viertel der Organismen durch die Gifte abgestorben. Das könne letztendlich die Gewässerreinheit und das Fischvorkommen beeinträchtigen.
Die Wissenschaftler fordern daher, dass zwischen den genutzten Feldern und Flüssen mehr Platz gelassen wird oder etwa Wasserrückhaltebecken gebaut werden. Darüberhinaus plädieren sie für einen verringerten Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Dafür soll auch eine EU-Richtlinie sorgen, die 2009 verabschiedet wurde.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)