31. Mai 2012

Migrantenkinder werden am Ende der Grundschule nicht diskriminiert

Ja, es stimmt: Kinder aus Migrantenfamilien bekommen am Ende der Grundschulzeit seltener eine Empfehlung fürs Gymnasium. Aber: Einer neuen Studie zufolge liegt das nicht daran, dass sie von ihren Lehrern diskriminiert würden. Im Gegenteil: Im Fach Deutsch drückt manch ein Lehrer sogar ein Auge zu.

Das schreibt die Bildungsforscherin Cornelia Gresch, die die Studie am Wissenschaftszentrum Berlin erstellt hat. Sie hat Viertklässler, Eltern und Lehrer vor dem Wechsel der Schüler in die weiterführende Schule befragt. Außerdem erhob sie die Kompetenzen der Kinder in standardisierten Tests.

Das Ergebnis: Wenn einheimische und zugewanderte Kinder gleich gut waren, bekamen sie auch alle eine Empfehlung fürs Gymnasium. Dass insgesamt trotzdem weniger Migrantenkinder ans Gymnasium empfohlen wurden, habe vollständig auf den häufig niedrigeren sozialen Status und schlechtere Leistungen zurückgeführt werden können.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)