31. Mai 2012

Künstliche Seide: Die Florfliege als Vorbild

Seide ist nicht nur in der Modewelt begehrt, sondern fasziniert auch Wissenschaftler. Die Insektenfäden haben Eigenschaften, die viele Fasern von Menschenhand übertrumpfen. Chemiker von der Uni Bayreuth haben sich auf der Suche nach besseren Materialien von der Florfliege inspirieren lassen. Sie legt ihre Eier auf extrem stabilen Seidenfäden ab. Wie Stangen stehen sie senkrecht und halten oben noch zusätzlich das Gewicht der Eier. Trotzdem sind sie dünner als ein menschliches Haar.

Die Fliege produziert die Seidenstangen innerhalb von Sekunden mit ihrem Hinterleib.

Die Forscher haben die Proteine dieses schnell aushärtenden Sekrets untersucht und die Seidenhärchen so nachgebaut. Mögliche Anwendungen für menschengemachte Seiden reichen vom Fahrzeugbau, etwa für Airbags, bis in die Medizin. Dort könnten zum Beispiel künstliche Nervenleitungen hergestellt werden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)