31. Mai 2012
Glaubt man Günter Wallraff, geht es beim Paketzusteller GLS zu wie im Frühkapitalismus. Zustellfahrer arbeiteten regelmäßig bis zu 14 Stunden am Tag, Überstunden blieben unbezahlt, Pausen seien kaum möglich. So stellte es der Enthüllungsjournalist Wallraff auf "RTL" und im "Zeit"-Magazin dar. Er hatte sich in das Unternehmen eingeschleust und monatelang recherchiert.
Nun schlägt GLS zurück. Das Unternehmen nennt Wallraffs Darstellung einseitig und verkürzt. Die Fahrer würden in Einklang mit den Gesetzen beschäftigt.
Von Seiten der Post hieß es dagegen, man halte die von Wallraff geschilderten Fälle für zutreffend - allerdings nur bei der Konkurrenz. Der Hermes-Versand kündigte an, die Arbeitsbedingungen für seine Paketzusteller zu verbessern.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)