1. Juni 2012
Schmatzende Geräusche beim Essen gelten als unhöflich und können nerven. Das Lippenschmatzen ist aber offenbar ein evolutionärer Ursprung der menschlichen Sprache. Das schreibt ein internationales Forscherteam in der aktuellen Ausgabe des Magazins "Current biology". Sie hatten das Kommunikationsverhalten von Makaken beobachtet. Dabei zeigte sich, dass die Primaten leise Geräusche nicht im Rachen erzeugten, sondern mit komplexen Lippenbewegungen. Damit kommunizierten beispielsweise Mutter und Jungtier.
Die Wissenschaftler schließen aus ihren Beobachtungen: Die menschlichen Sprachwurzeln sind nicht nur in Lauten wie etwa Grunzen oder Knurren begründet, sondern haben sich auch aus der Mimik entwickelt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)