1. Juni 2012
Für ihn ist die 2.000 Jahre alte Marmorplatte ein Zeichen der Toleranz. Der Jenaer Archäologe Dennis Graen schließt aus einer Grabplatte, dass Juden und Christen auf der Iberischen Halbinsel in spätromischer Zeit friedlich zusammenlebten. Er sagte der Katholischen Nachrichten-Agentur, dass es in den ersten Jahrhunderten nach Christus in der Region anscheinend noch keine rein jüdischen Friedhöfe gegeben habe. Juden und Christen seien also gemeinsam bestattet worden, was zeige, dass sie friedlich zusammenlebten.
Die Platte mit hebräischer Inschrift war im vergangenen September auf einem römischen Landgut bei der portugiesischen Stadt Silves entdeckt worden. Es ist das bislang früheste Zeugnis jüdischer Kultur auf dem Gebiet des heutigen Portugal und Spanien.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)