1. Juni 2012
"Gewitter sind wie Staubsauger." Das erklärt Heidi Huntrieser vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Sie begleitet Messflüge in den USA, die das DLR zusammen mit der Weltraumagentur NASA und weiteren Partnern durchführt. Dabei soll geklärt werden, welchen Einfluss Gewitter auf den Ozonhaushalt der Atmosphäre haben. Laut Huntrieser saugen Gewitter die Luft vom Boden in rund zehn Kilometer Höhe. Werde verschmutzte Luft wie zum Beispiel Auto-Abgase vom Boden in diese Region transportiert, ändere sich aufgrund der dort herrschenden Bedingungen deren Chemie. Der Abbau des Schmutzes dauere in dieser Höhe sehr viel länger.
Außerdem soll mit den Messflügen der Einfluss von Blitzen untersucht werden. Sie setzen Stickoxide frei, die in großen Höhen bis zu zehn Mal so viel Ozon produzieren wie am Boden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)