1. Juni 2012

"Bild am Sonntag" muss für Playboy-Werbung zahlen

Einfach so mit einem Playboy werben geht nicht. Die "Bild am Sonntag" muss zahlen, weil sie ein Foto von Gunter Sachs für eine Anzeige genutzt hat. Der Millionenerbe galt als deutscher Playboy wegen seines ausschweifenden Lebensstils. Das Problem bei der Werbung war: Das Foto war heimlich aufgenommen. Es zeigte Sachs, wie er auf seiner Yacht ein Exemplar der "Bild am Sonntag" las.

Sachs hatte sich schon zu Lebzeiten gegen die Kampagne gewehrt. Jetzt haben seine Erben für das Werbefoto Geld erstritten. Der Bundesgerichtshof entschied, dass die Zeitung 50.000 Euro Lizenzgebühr zahlen muss. Die "Bild am Sonntag" habe sich mit der Werbung einen vermögenswirksamen Vorteil verschafft. Die Zeitung dagegen hatte argumentiert, es habe sich um einen Beitrag über das Leseverhalten von Gunter Sachs in der Öffentlichkeit gehandelt.

Gunter Sachs war im Mai vergangenen Jahres gestorben.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)