1. Juni 2012

Neues Atomlabor soll Material in Minuten testen

Analysen von Nuklearmaterial so schnell wie ein Alkoholtest bei einer Verkehrskontrolle. Eine neues Atomlabor in Karlsruhe soll genau das leisten. Es ist heute eröffnet worden. Das Europäische Institut für Transurane, ein Partner der Atomenergieorganisation der UNO, will mit dem Labor Atomwaffen-Material feststellen können. In Tests soll es dort innerhalb von Minuten möglich sein, kleinste Uranpartikel zu überprüfen. Wissenschaftler können dort nach Angaben des Instituts feststellen, woher das Material kommt und ob es sich zum Bombenbau eignet.

Das Institut für Transurane spielt eine wichtige Rolle dabei, den illegalen Handel mit Nuklearmaterial zu bekämpfen. Das neue Labor braucht nach eigenen Angaben dafür keine Proben, die aufwendig gesammelt wurden. Es reiche, wenn ein Inspektor zum Beispiel in einer iranischen Atomanlage durch Wischen eine Probe nehme.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)