1. Juni 2012

Forscher kombinieren Diagnostik-Methoden und diagnostizieren Lungenkrebs bei Mäusen

Sie haben einfach zwei Methoden kombiniert - das Ergebnis ermöglicht eine ganz neue Diagnostik. Wissenschaftler des Helmholtz Zentrums und der Technischen Universität München ist es gelungen, Strukturen in lebenden Organismen mit einer 360°-Ansicht detailgenau zu bestimmen und zu lokalisieren. Sie kombinierten dazu die Computertomographie mit der Fluoreszenztomographie. Bei der ersten Methode werden Röntgen-Bilder durch einen Computer zusammengefügt. Bei der zweiten Methode wird durch einen fluoreszierenden Stoff im Körper seine Verteilung im Gewebe, und damit auch das betroffene Organ, dreidimensional erfasst.

Den Forschern gelang es es durch die Kombination viel genauer zu diagnostizieren, wo Gewebe verändert ist. Bei lebenden Mäusen war es so möglich, Lungenkrebs zu erkennen und das Knochenwachstum zu beobachten. Ein Ziel ist es, die Methode so zu verfeinern, dass sie irgendwann auch beim Menschen angewendet werden kann.

Die Studie erscheint in der Fachzeitschrift "Nature Methods".

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)