4. Juni 2012
Wer nicht lange bei einem Unternehmen bleiben darf, strengt sich weniger an. Forscher an der Universität Madrid behaupten sogar, dass zu viele Zeitverträge an der spanischen Wirtschaftsmisere mitschuld sind. Das berichtet das Handelsblatt. Die Ökomomen haben demnach für ihre Studie Daten von mehr als 3500 Unternehmen ausgewertet. Besonderer Schwerpunkt lag dabei auf der Zeit rund um die spanischen Wirtschaftsreformen der 80er und 90er Jahre. Die Forscher fanden heraus, dass die Produktivität besonders in den Firmen in den Keller ging, die besonders viele befristete Arbeitsverträge ausgegeben hatten.
Die Studie kommt zu zwei Schlussfolgerungen: zum Einen entwickelten Arbeitnehmer ohne Chance auf einen längerfristigen Vertrag weniger Elan. Zum Anderen würden die Arbeitgeber ihre Belegschaft nicht ausreichend weiterbilden, wenn abzusehen ist, dass die Mitarbeiter nicht lange blieben.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)