4. Juni 2012
Sie gehören zur gleichen Art, haben aber unterschiedliche Quartiere zum überwintern. Die Rede ist von Monarchfaltern aus den USA. Ein Teil der Tiere fliegt im Herbst gen Mexiko. Eine zweite Gruppe wandert nach Kalifornien.
Bisher glaubten Forscher, diese zweigeteilte Navigation sei in der unterschiedlichen Gen-Ausstattung der Tiergruppen begründet. Jetzt haben US-amerikanische Wissenschaftler Argumente dafür gefunden, dass dieses Phänomen nicht angeboren, sondern durch Umweltfaktoren bedingt ist. Dafür hatten sie elf Regionen des Erbgutes beider Falterpopulationen untersucht. Das Ergebnis: Der genetische Fingerabdruck beider Gruppen war identisch.
Um ihre Ergebnisse abzusichern, planen die Biologen nun, das gesamte Erbgut der Tiere zu analysieren. Erst dann wären sichere Rückschlüsse darauf möglich, warum die Falter in verschiedene Richtungen fliegen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)