4. Juni 2012

Forscher entschlüsseln Erbgut von Weinhefe

Sie ist veranwortlich für den Geschmack vieler Rotweine, sie kann ihn aber auch verderben. Die Hefe "Dekkera Bruxellensis" hilft Winzern, Barrique-Weine herzustellen. Die haben ein leicht holziges Aroma, weil der Hefepilz Stoffe aus dem Holz umwandeln kann. Wächst die Hefe aber zu stark, wird der Wein am Ende mit anderen Geschmacks- und Geruchnoten beschrieben: etwa mit Bauernhof, Heftpflaster, Rauch, nassem Hund oder Leder.

Wissenschaftler der Universität Lund in Schweden haben jetzt das Erbgut der Hefe entschlüsselt. Ihrer Ansicht nach können ihre Ergebnisse Winzern helfen, die Hefe zu verändern - so dass sie nur noch die gewünschten Aromen produziert.

Der Name des Hefe "bruxellensis" leitet sich übrigens von der belgischen Hauptstadt Brüssel ab. Dort soll die Hefe in großen Mengen im Fluss Senne vorgekommen sein, der lange Zeit stark verschmutzt war.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)