4. Juni 2012
Eine Schulkarriere sei zum Scheitern verurteilt, wenn der Schüler den Lehrer nicht verstehen könne. Das sagte der Präsident der Kultusministerkonferenz, Ties Rabe. Ihm zufolge sind viele Pädagogen in Deutschland deshalb bereit, sich in diesem Punkt weiterzubilden. Einer Umfrage mit 512 Lehrern zufolge unterrichten 71 Prozent der Befragten Schüler mit Deutschproblemen. 66 Prozent fühlen sich durch ihr Studium nicht ausreichend darauf vorbereitet.
Die private Stiftung Mercator und die Universität Köln eröffneten jetzt ein eigenes Institut, das die Sprachförderung stärker in der Lehrer-Ausbildung verankern will. Laut Rabe benötigen nicht nur Kinder mit Migrationshintergrund eine Sprachförderung; auch andere hätten Schwierigkeiten, bedingt durch ihr soziales Umfeld. Nach Angaben der Mercator-Stiftung sprechen 30 Prozent aller Kinder und Jugendlichen an deutschen Schulen eine andere Erstsprache als Deutsch.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)