5. Juni 2012

Fossile Zähne eines bislang unbekannten Primaten in Birma entdeckt

Nicht Afrika könnte die Wiege der Menschheit sein, sondern Asien. Diese These untermauern nun neue Fossilienfunde. Demnach wanderten die frühen Primaten von Asien nach Afrika. Paläontologen fanden dafür einen neuen Beleg in Birma: vier fossile Zähne des bislang unbekannten Primaten "Afrasia djijidae". Wie die Forscher im Fachmagazin "Proceedings" der US-Akademie der Wissenschaften berichten, lebte er vor rund 37 Millionen Jahren. Der Fund sei ein Meilenstein, weil er zum ersten Mal zeige, wann die fernen Vorfahren von Mensch und Affe nach Afrika kamen.

Die Entdeckung wirft aber neue Fragen auf: Eurasien und Afrika waren damals durch das Tethys-Meer getrennt. Es ist noch unklar, wie die Primaten dieses Meer überwinden konnten.

Lange Zeit ist die Wissenschaft davon ausgegangen, dass die Vorfahren der Menschen in Afrika entstanden. Doch neuere Fossilienfunde in Asien widersprechen dem. Die dort gefundenen Fossilien sind älter als die ersten afrikanischen Vertreter dieser frühen Primatenart.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)