5. Juni 2012
Den Pflanzen könnte es nützen, für den Abendspaziergänger heißt es wohl: Den Teufel mit dem Belzebub austreiben.
Seit Jahren wird in Australien darüber diskutiert, wie man Flughunde am besten davon abhalten kann, in der Dämmerung massenhaft über Pflanzen und Früchte herzufallen. Im Botanischen Garten von Sydney soll das jetzt gelingen - und zwar mit Baulärm. Darüber berichtet der "Sydney Morning Herald". Aus Lautsprecheranlagen dröhnten seit dieser Woche frühmorgens und abends für mehr als 30 Minuten lautes Knattern und metallische Kratz- und Sägegeräusche. Das soll rund 5.000 Graukopf-Flughunde aus der Anlage vertreiben.
Tierschützer protestierten, denn die betroffenen Flughunde sind geschützt. Sie gehören mit einem Meter Spannweite zu den größten Fledermausarten der Welt. Nach Schätzungen ist ihre Zahl in Australien insgesamt um 30 Prozent zurückgegangen.
Allerdings scheint der Krach die Flughunde nicht sonderlich zu stören. Wie der Herald schreibt, hingen die Tiere nach einem ersten Beschallungs-Testlauf am Montag heute schon wieder wie gewohnt in den Zweigen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)