6. Juni 2012

"Schwarze" Venus: Zehntausende verfolgen das Naturphänomen

Die Venus spielt verrückt. Und zehntausende Menschen haben in der vergangenen Nacht das seltene kosmische Phänomen beobachtet: Die Venus war als kleiner schwarzer Punkt vor der riesigen Sonnenscheibe zu sehen. In zahlreichen Städten hatten astronomische Gesellschaften öffentliche Beobachtungsstationen eingerichtet. In Manila standen etwa in einem Park zehn Teleskope bereit.

In Hongkong hatten sich tausende Menschen freigenommen. Das Weltraummuseum stellte Teleskope für die Öffentlichkeit auf. Der Astrophysiker Chau Hoi Fung von der dortigen Uni sagte, Chinesen seien immer schon an solchen Himmelsphänomenen besonders interessiert gewesen. So hätten die chinesischen Kaiser früher geglaubt, dass ihre Herrschaft von den Sternen vorbestimmt sei.

Auch in Deutschland verfolgten hunderte Menschen das Schauspiel - unter anderem im Hamburger Planetarium und der Sternwarte in Berlin-Steglitz.

Die Venuspassage dauerte mehr als sechs Stunden. Es war der siebte sichtbare Venus-Transit, seit der deutsche Astronom Johannes Kepler das Phänomen im 17. Jahrhundert zum ersten Mal voraussagte. Erst in 105 Jahren findet ein solches Ereignis wieder statt.

Sichtbarkeitsdaten von der Nasa

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)