6. Juni 2012

Krebslarven verlassen sich bei Wohnortsuche aufs Gehör

Wo das Schnappen von Krebsen oder Seeanemonen zu hören ist, dort lässt sich's leben. Das gilt zumindest für kleine Krebslarven im Meer. Forscher aus Australien und Neuseeland haben herausgefunden, dass sich die Larven bei der Suche nach einen Lebensraum auch auf ihr Gehör verlassen. Je nach dem wie eine Umgebung klingt, können sie erahnen, ob sie zum leben geeignet ist oder nicht. Besonders wohl fühlen sich die Krebse am Riff oder an einem felsigen Hang mit schützenden Steinen oder Korallen. Eine solche Umgebung klingt nach Angaben der Forscher ganz anders als zum Beispiel ein eintöniger Sandboden. Sie machten Tonaufnahmen im Meer und spielten sie den Larven im Labor vor. Immer wenn die Tiere Riffgeräusche zu hören bekamen, ließen sie sich am ehesten nieder und begannen, sich zu Jungkrebsen zu entwicklen.

Details zur Studie sind nachzulesen in der Fachzeitschrift "Proceedings of the Royal Society B". (doi: 10.1098/rspb.2012.0697)

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)