6. Juni 2012

Manta-Rochen atmen im Mutterleib nicht Luft, sondern Flüssiges

Manta-Rochen-Weibchen legen zwar Eier, brüten diese aber noch im Mutterleib aus. Ihr Nachwuchs kommt also schon lebend zur Welt. Aber wie atmen die Manta-Embryonen im Mutterleib? Das haben Biologen aus Japan herausgefunden.

Wie sie in den "Biology Letters" schreiben, haben ungeborene Mantas im Mutterleib keine direkte Versorgungsleitung zur Mutter - so wie etwa menschliche Embryonen über die Nabelschnur mit der Plazenta verbunden sind. Stattdessen pumpen die Manta-Embryonen Flüssigkeit aus dem Uterus durch ihre Kiemen und nutzen dazu die Muskeln in ihrem Mundraum. Mit der Atmung erwachsener Manta-Rochen habe das nur wenig zu tun, so die Forscher. Ausgewachsene Mantas verhielten sich eher passiv und ließen das Wasser einfach durch den geöffneten Mund in die Kiemen fließen.

Die Forscher gewannen ihre Erkenntnisse, indem sie einen trächtigen Riffmanta im Aquarium per Ultraschall beobachteten. Das Wissen soll nun dabei helfen zu verstehen, wie sich die Atmung bei anderen lebendgebärenden Wirbeltieren entwickelt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)