6. Juni 2012
Songbun ist das koreanische Wort für Bestandteil. So wird in Nordkorea das Kastensystem genannt, in dem die Staatsführung die Bevölkerung in drei Klassen einteilt. Dem US-amerikanischen Komitee für Menschenrechte in Nordkorea zufolge wird das System international zu wenig zur Kenntnis genommen, obwohl es gegen Menschenrechte verstoße. Die Organisation hat heute eine Studie zum Songbun-System vorgestellt.
Demnach hängen die Kasten davon ab, wie loyal die Nordkoreaner gegenüber dem Staat sind. Mitglieder der loyalen Kaste dürfen in der Haupstadt wohnen, bekommen leichter Wohnungen und bessere Jobs. Die staatsfeindliche Kaste muss gefährliche Jobs in abgelegenen Gegenden erledigen und bekommt kleinere Essensrationen. Die Menschenrechtler berichten auch von Fällen, in denen Mitglieder der unteren Kaste inhaftiert und öffentlich exekutiert wurden.
Die Studie kann auf der Seite des Menschenrechtskomitees heruntergeladen werden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)