6. Juni 2012

Uni-Professor hält Exzellenz-Wettbewerb für schädlich

"Ich bete dafür, dass es nichts wird mit der dritten Förderlinie." Das sagte der Professor einer Uni, die unter den letzten sieben Kandidaten im Exzellenswettbewerb ist, der Zeitung "Die Zeit". Seinen Namen wollte er nicht preisgeben, um seinem Rektor nicht in den Rücken zu fallen.

Dem Professor zufolge würde es der Forschung an seiner Uni nur schaden, wenn sie Elite-Uni würde. Denn viele Mittel würden in Stellen fließen, die der Außendarstellung dienten. Außerdem müsse mit dem Geld Neues geschaffen werden. Die Exzellenzmittel dürften nicht in bestehende Forschung fließen, was zum Teil viel wichtiger wäre.

Der Professor meint, von dem Wettbewerb profitierten vor allem die Fächer, die dem Zeitgeist entsprächen und sich deshalb im Antrag gut machten, zum Beispiel Iranologie. Die Breite der Forschung nähme aber ab. In der kommenden Woche fällt die Entscheidung, welche Uni Deutschlands neue Elite-Uni wird.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)