6. Juni 2012
Die Türkei hat in Sachen Meinungsfreiheit noch viel nachzuholen. Dieser Meinung ist der türkische Verlegerverband und verweist auf den neuesten Bericht zur Publikationsfreiheit. Darin listet der Verband die Defizite in der Türkei auf. So seien Verleger und Autoren weiterhin Repressalien der Behörden ausgesetzt. Auf Grundlage des Antiterrorgesetzes und einiger Paragrafen des Strafgesetzbuches seien wieder viele Journalisten angeklagt worden.
Laut dem Verband setzen die türkischen Behörden Kritik mit Terror gleich. Der Verband fordert, dass die entsprechenden Paragrafen gestrichen werden. Journalisten würden sich aufgrund der Situation in der Türkei oft schon vorher selbst zensieren. Die Zahl der inhaftierten Journalisten sei auf fast 100 gestiegen. Dabei seien keine Journalisten eingerechnet, die in Untersuchungshaft säßen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)