6. Juni 2012
Möglicherweise ist das eine gruselige Vorstellung, aber man muss es so sagen: Das Ding lebt.
Forscher der ETH Zürich melden, dass sie einen winzigen Bio-Taschenrechner aus menschlichen Nierenzellen gebaut haben.
Im Prinzip funktioniert der Bio-Rechner wie alle anderen auch, nämlich binär. Die Zellen bilden sogenannte "logische Gatter". Sie schalten, wenn zwei bestimmte Stoffe im Umfeld vorhanden sind, in diesem Fall ein Apfelmolekül und ein Antibiotikum. Als Reaktion darauf wird ein fluoreszierendes Eiweiß gebildet - das die Zelle zum Leuchten bringt.
Durch das Hintereinanderschalten mehrerer solcher Gatter kann der Rechner nach Angaben der Forscher einfache Rechenoperationen durchführen, zum Beispiel Binärzahlen addieren. Allerdings sei er noch sehr langsam.
Einsatzgebiet könne in fernerer Zukunft der Körper des Menschen sein, wo der Bio-Rechner den Stoffwechsel Zuckerkranker überwachen würde.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)