6. Juni 2012
Eigentlich wollte sich die armenische Opposition an den Umstürzen in Tunesien und Ägypten orientieren - und über die Sozialen Medien Proteste organisieren.
Doch eine Untersuchung der Parlamentswahl vor genau einem Monate zeigt nun: Die Rolle von Facebook und Co. war zu vernachlässigen. Wie im "caucasus analytic digest" nachzulesen ist, nutzten etwa politische Parteien die Plattform lediglich, um Statements zu verbreiten, nicht aber zum Dialog. Schlecht habe auch eine eigens eingerichtete Seite funktioniert, auf der die User Verdachtsfälle von Betrug bei der Abstimmung hätten melden können. Der Autor fasst aber zusammen: Immerhin sei das Internet bei der diesjährigen Wahl stärker genutzt worden als je zuvor.
Dem Text zufolge nutzen in Armenien zwischen sieben und neun Prozent der Bevölkerung Facebook. In Deutschland sind es etwa 18 Prozent.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)