6. Juni 2012

Fraunhofer: "Siedende Steine" sollen Energie verlustfrei speichern

Die Energiewende soll kommen - neben dem Transport von Energie ist auch ihre Speicherung eines der großen Themen. Das Fraunhofer-Institut in Stuttgart meldet in diesem Bereich einen Entwicklungserfolg. Nach Angaben der Forscher würden bislang vor allem Wassertanks zu Energie-Speicherung genutzt. Der Nachteil: Wasser gebe Wärme zu schnell wieder an die Umgebung ab.

Deshalb speichern die Stuttgarter Wärme nun in sogenannten Zeolith-Kügelchen. Zeolith ist altgriechisch für "siedender Stein". Kommen die Kugeln mit Wasserdampf in Berührung, binden sie diesen in ihren Poren, dabei entsteht Wärme. Die könne mit technischen Verfahren als Energiepotenzial in den Kügelchen verlustlos gespeichert werden. Sie gäben erst wieder Energie ab, wenn sie abermals mit Wasser in Berührung kämen. Zudem könnten die Kügelchen auch deutlich mehr Energie auf kleinerem Raum speichern als Wasser.

Dieses Prinzip ist nach Angaben der Forscher zwar aus Versuchen bekannt, bisher aber noch nicht in großen technischen Anlagen genutzt worden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)