7. Juni 2012

Survival International: Ureinwohnerstamm der Awa in Brasilien braucht Hilfe

Sie wollen nur friedlich im Urwald leben und keine Fremden sehen. Aber genau das wird immer schwieriger für den Ureinwohnerstamm der Awa im brasilianischen Regenwald. Die internationale Organisation für die Rechte von Ureinwohnern "Survival International" hat deshalb die Awa zu dem am meisten gefährdeten Stamm der Welt erklärt. Nach einem Bericht der "Huffington Post" teilen sie das Schicksal vieler anderer Ureinwohnerstämme in Brasilien: je stärker die Wirtschaft wachse, desto interessanter werde der Lebensraum der Stämme für Profiteure, schreibt das Blatt. So sei das Gebiet der Awa inzwischen von Bahntrassen für die Stahlförderung durchschnitten. Außerdem beanspruchten Viehzüchter und Holzfäller die eigentlich per Gesetz geschützten Gebiete.

Mit einem "Gipfel der Völker" wollen Menschenrechtsgruppen in diesem Monat in Rio de Janeiro nach Möglichkeiten suchen, die Ureinwohner besser zu schützen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)