7. Juni 2012
Wie hat sich die Versorgung in Krankenhäusern in den vergangenen 200 Jahren verändert? Mit dieser Frage beschäftigten sich Experten in den USA. Als Grundlage ihrer Analyse nutzten sie Daten des Allgemeinen Krankenhauses in Massachusetts, das 1811 gegründet wurde und seitdem Informationen erhoben hat. Konkret geht es dabei um den Zustand der Patienten, als sie die Klinik verließen: Ging es ihnen besser, schlechter oder waren sie gar tot?
Diese Daten verglichen die Forscher mit den Kosten für den Aufenthalt und kamen zu dem Schluss: Die Ausgaben sind über die Zeit zwar erheblich gestiegen, die Sterblichkeitsrate ist dagegen deutlich gesunken. Nur seit dem Jahr 2000 stagniert die Sterblichkeitsrate, die Kosten steigen aber weiter.
Die Wissenschaftler regen deshalb in einem Fachmagazin (New England Journal of Medicine) zu der Überlegung an, ob das viele Geld für die medizinische Versorgung tatsächlich noch mehr Qualität bringt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)