7. Juni 2012

Ameisenvölker dienen als Vorbild für die Selbstorganisation von Roboter-Teams

Tiere sollen den Robotern als Vorbild dienen. Dazu wurde in der Uni Graz eine neue Forschungseinheit eingerichtet, das "Artifical Life Lab". Dort wollen Biologen, Informatiker und Simulationsspezialisten durch Beobachtungen und Analysen von Insekten Regeln für das Zusammenleben ausmachen, die sich auch auf künstliche Systeme wie Robotergruppen übertragen lassen.

Ameisen kommunizieren beispielsweise über eine selbst gelegte Duftspur und benutzen die Sonne als Kompass. Nach denselben Prinzipien verbinden sich auch die von den Grazer Forschern gebauten und programmierten Schwarmroboter untereinander: Sie hinterlassen auf dem Boden fluoreszierende Duftspuren und orientieren sich mit vereinfacht nachgebauten Facettenaugen an einer künstlichen Lichtquelle.

Bei Honigbienen interessierte die Forscher zum Beispiel die Frage, wie sie es schaffen, sich an Plätzen mit der optimalen Temperatur aufzuhalten. Auch hier wollen sie die Vorteile des Schwarmverhaltens auf Robotergruppen übertragen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)