7. Juni 2012

China: Zehn Prozent der Tuberkulose-Fälle können nicht mit herkömmlichen Mitteln behandelt werden

Forscher haben die chinesische Regierung aufgefordert, sich stärker der Tuberkulose-Bekämpfung zu widmen. Anlass war eine neue Studie, die im "New England Journal of Medicine" erschienen ist. Daraus geht hervor, dass etwa zehn Prozent aller Tuberkulose-Fälle in China nicht mit den herkömmlichen Medikamenten behandelt werden können.

Die beteiligten Forscher forderten die chinesische Regierung auf, stärker in das öffentliche Gesundheitswesen zu investieren. So sollen resistente Erreger der Lungenkrankheit schneller identifiziert werden. Außerdem müsse verhindert werden, dass die Krankenhäuser die Medikamente falsch einsetzten und damit das Problem verschärften.

Tuberkulose wird normalerweise mit einer Therapie aus vier Antibiotika in sechs bis neun Monaten geheilt. Wenn die Behandlung jedoch unterbrochen wird, können sich Resistenzen bilden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)