7. Juni 2012

Ai Weiwei lädt chinesische Polizei ins Büro ein

Der chinesische Künstler Ai Weiwei hat der Polizei ein ungewöhnliches Angebot gemacht. Welches, erzählte der Regimekritiker der "Berliner Zeitung": Er habe neulich die Polizisten eingeladen, bei ihm im Büro zu arbeiten - und zwar mit der Begründung, die Art ihrer Spionage sei "völlig ineffizient". So bekämen sie nicht all die Informationen, die sie wollten oder zögen falsche Schlüsse. Der Künstler erklärte, er habe den Polizisten auch angeboten, ihn als Assistenten zu begleiten, wenn er eines Tages wieder reisen dürfe. Aber "natürlich", so Ai Weiwei, hätten sie die Einladung nicht angenommen.

Der Konzeptkünstler war im vergangenen Jahr in Peking unter dem Vorwurf eines Wirtschaftsdeliktes festgenommen worden. Momentan ist er gegen Kaution frei, darf Peking aber nicht verlassen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)