7. Juni 2012

Nach 67 Jahren: Los Angeles hebt Anordnung zur Internierung von Japanern auf

"Es ist nie zu spät, das Richtige zu tun." Mit diesen Worten hat ein Stadtrat aus Los Angeles seine Abstimmung begründet. 67 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs hat das Stadtparlament eine Anordnung zur Internierung von Japanern in Lagern aufgehoben.

Die Regelung geht auf das Jahr 1942 zurück und war eine Reaktion auf den japanischen Angriff auf Pearl Harbor im Jahr zuvor. In den USA lebende Japaner oder japanischstämmige US-Bürger mussten in Internierungslagern leben, weil ihre Loyalität zu den USA angezweifelt wurde.

In Los Angeles lebten damals 37.000 Menschen mit japanischen Wurzeln. Zwei Drittel von ihnen hatte die US-Staatsbürgerschaft.

Insgesamt wurden an der Westküste der USA damals rund 110.000 Japaner oder US-Japaner in Lagern untergebracht. Die Lager wurden erst kurz vor Kriegsende geschlossen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)