7. Juni 2012

Journalisten-Union: "WWF betreibt rechtlich zweifelhafte Einschüchterung"

"Das ist ein rechtlich zweifelhafter Einschüchterungsversuch!"

So beurteilt die Deutsche Journalisten-Union (dju) das Vorgehen des WWF gegen ein kritisches Buch.

Die Umweltorganisation mit dem Panda-Maskottchen habe in einem anwaltlichen Schreiben Buchhändler und Vertriebsfirmen unter Druck gesetzt. Diese hätten das "Schwarzbuch WWF" daraufhin aus dem Programm genommen - obwohl die gerichtliche Ausseinandersetzung darüber noch nicht beendet sei. Der WWF hatte in dem Schreiben mitgeteilt, es gebe in dem Buch "diverse diffamierende Falschbehauptungen" und die Händler aufgefordert, es nicht zu vertreiben - um Vertragsstrafen zu umgehen.

In dem Buch wirft der Journalist Wilfried Huismann dem WWF vor, er trage indirekt zur Naturzerstörung bei - weil er mit multinationalen Firmen kooperiere. Der WWF erwirkte gegen zentrale Aussagen in dem Werk eine einstweilige Verfügung. Am 15. Juni soll die Auseinandersetzung in die nächste Runde gehen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)