8. Juni 2012
Bisher glaubte man, Algen könnten ohne Sonnenlicht nicht gut wachsen. Deshalb hat ein Fund in Sibirien die Wissenschaftswelt überrascht: Ein Forscherteam fand unter einer 1,80 Meter dicken Schicht des arktischen Eises eine große Algenpopulation. Wie sie im Fachmagazin "Science" berichten, ist die jährliche Algenproduktion damit in dem untersuchten Gebiet bisher stark unterschätzt worden, man habe zehn Mal so viel pflanzliches Plankton entdeckt wie erwartet.
In den Polarmeeren sind einzellige Algen die wichtigsten Produzenten von Biomasse. Vor allem die Algenblüten im Sommer liefern die Nahrungsgrundlage für Krebse, Fische und andere Meerestiere. Welche ökologische Bedeutung die neu entdeckten Populationen haben und wie sich der Klimawandel auf sie auswirkt, müsse noch untersucht werden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)