8. Juni 2012
Das hier ist besonders frech!
Die malayische Pflanze "Rafflesia cantleyi" schmarotzt als Parasit nicht nur Nährstoffe von ihrem Wirt, sondern auch Gene.
Ein Team aus malayischen und US-amerikanischen Forschern hat jetzt genauer untersucht, welche. Das Gewächs mit den fleischigen Blüten von rund einem halben Meter Durchmesser stahl seiner Wirtspflanze demnach rund 49 verschiedene Gene. Drei Viertel davon ersetzten sogar eigene Erbinformationen des Parasiten.
Laut den Forschern nutzt er die Gene wahrscheinlich, um seinen Wirt noch besser auszubeuten: Mit den geklauten Erbinformationen könne er zum Beispiel seine Verdauung der des Wirts angepassen - und außerdem dessen Abwehrkräfte täuschen.
Dieser sogenannte "horizontale Gentransfer" zwischen zwei verschiedenen Organismen ist nicht selten in der Natur, Bakterien nutzen ihn zum Beispiel um Resistenzen zu bilden. Der Begriff "vertikaler Gentransfer" bezeichnet dagegen die übliche Verererbung zwischen Eltern- und Nachkommengeneration.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)