8. Juni 2012
Ein Latino in den USA hat bei einer Organspende schlechtere Karten als ein Weisser. Laut einer amerikanischen Studie des Boston Children's Hospital ist die Wahrscheinlichkeit eines Amerikaners mit lateinamerikanischer Herkunft zu sterben, bevor er eine Herzspende bekommt, 50 Prozent höher. Für die Studie wurden Daten des amerikanischen Organspende-Netzwerks gesammelt. Diese zeigen, dass Hispanics erstens später auf die Warteliste gesetzt werden als Weisse -- und zweitens, dass 14 Prozent bei einer möglichen Transplantation entweder zu krank oder schon gestorben sind.
Warum Hispanics bei Transplantationen schlechtere Chancen haben ein Organ zu erhalten, ist nicht klar. Die Forscher vermuten, dass die Krankenversicherung, der Bildungsstand und das Einkommen eine Rolle spielen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)