8. Juni 2012

Polnischer Soziologe: Bei der EM geht es nicht nur um Fußball

"Bei der EM geht es nicht nur um Fußball." Das sagte der polnische Soziologe Ireneusz Siudem der konservativen Zeitung "Rzeczpospolita". Siudem zufolge ist die EM auch ein Vorwand. Nämlich um das Gefühl nationaler Zugehörigkeit zu zeigen, Gemeinschaftsgefühle und den Stolz auf sein Polentum zu präsentieren.

Die "Rzeczpospolita" sieht die polnischen Fähnchen an den Autos und die weiß-roten Flaggen der Fans als Indiz für wieder erwachenden Nationalstolz. Die Zeit vaterländischer Komplexe sei vorbei - vor allem bei der jungen Generation. Die liberale Zeitung "Gazeta Wyborcza" betont hingegen die Ideologiefreiheit des Fußballs. Zumindest für eine Weile könnten ansonsten unversöhnliche Lager gemeinsame Träume pflegen - die Kreuzverteidiger vor dem Präsidentenpalast und ihre Gegner.

Auch in Deutschland wurde zur Fußball-WM über die Frage des Nationalstolzes diskutiert.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)