8. Juni 2012

Modell im All: Pluto und seine Monde lassen Rückschlüsse auf Sternsysteme mit zwei Sonnen zu

Es ist verglichen zum Original zwar ein Miniatur-Modell, aus Sicht eines Menschen aber doch ziemlich groß:

Der Zwergplanet Pluto und sein größter Mond Charon geben nach Ansicht von Forschern ein gutes Modell für Doppelsternsysteme ab. Darüber schreiben sie im Fachblatt "Astrophysical Journal".

Doppelsternsysteme bestehen aus zwei Sonnen, um deren gemeinsamen Schwerpunkt ihre Planeten kreisen. Bei Pluto und Charon gibt es drei kleinere Monde, die sich vergleichbar verhalten: Sie kreisen nicht um Pluto allein, sondern um den gemeinsamen Schwerpunkt des Planeten und seines größten Mondes. Das Pluto-System ist damit so etwas wie ein Miniatur-Modell eines Doppelsternsystems.

Aus ihren Beobachtungen an Pluto schließen die Forscher zum Beispiel auf die notwendigen Mindestabstände der Planeten in einem System mit zwei Sonnen.

Ihre Berechnungen sind so übrigens erst seit kurzem möglich: Der dritte der kleinen Pluto-Monde wurde erst 2011 entdeckt. Er hat bisher keinen Namen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)