8. Juni 2012
Verschossene Elfmeter taugen zum Trauma. Wie das Magazin "Spektrum" auf seiner Internetseite berichtet, legt das eine Studie von Sportwissenschaftlern aus Norwegen und den Niederlanden nahe. Darin werteten die Wissenschaftler sämtliche Videoaufzeichnungen von Elfmeterschießen bei Welt- und Europameisterschaften seit 1976 aus. Diese Daten - zum Beispiel die Trefferquote - bezogen sie auf die Leistung des jeweiligen Teams bei vorangegangenen Elfmeter-Entscheidungen.
Das Ergebnis: Vorangegangene Siege erhöhten die Trefferquote deutlich. Nach zwei oder mehr gewonnenen Elfmeterschießen versenkten die Spieler sogar fast 90 Prozent der Bälle im Netz. Spieler in Favoriten-Teams, die zuvor ein Elfmeterschießen verloren hatten, hatten dagegen eine der schlechtesten Trefferquoten überhaupt. Die Forscher schließen daraus: Der psychische Druck der jeweiligen Schützen entscheidet maßgeblich über deren Erfolg.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)