8. Juni 2012
Venture-Capital-Tochtergesellschaft, Multi-Channel-Strategie oder diversifizierte Industriekonzepte. Das ist das Vokabular einiger Dax-Chefs. Wenn sie zur Hauptversammlung vor ihre Aktionäre treten, ist es mit der Verständlichkeit für die meisten Teilnehmer nicht weit her. Zu dem Ergebnis kommt eine Studie der Uni Hohenheim, die diese Reden im Frühjahr untersucht hat.
Dabei wurden Noten vergeben für die sprachliche Verständlichkeit der Reden. Die Skala reichte von 0 - so verständlich wie eine Doktorarbeit - bis 10: Das wäre so gut zu verstehen wie Radio-Nachrichten. 30 Reden wurden untersucht. Das Ergebnis: Im Durchschnitt erreichten die Vorstände die Note 3,8. Telekom-Chef René Obermann war der verständlichste von allen mit einer Note von 7,2. Linde-Chef Wolfgang Reitzle war mit der Note 1,0 am fast untersten Ende der Skala.
Die Studie untersuchte allerdings nur formale Kriterien im Text. Inhalt, Aufbau der Themen und der Vortragsstil mit Sprache, Mimik und Gestik bleiben außen vor.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)