8. Juni 2012
Die regionale Verteilung von Tafeln, die Lebensmittel an Bedürftige ausgeben, entspricht nicht den Bedürfnissen. Diese Ansicht vertritt der Soziologe Stefan Selke. Auf einem Fachforum erläuterte er seine aktuelle Studie: Demnach gibt es die meisten Tafeln in Nordrhein-Westfalen. Die Armutsdichte sei in Sachsen-Anhalt und anderen Teilen Ostdeutschlands aber am größten. Selke ist der Meinung, dass Tafeln nicht da gegründet würden, wo sie am nötigsten seien. Vielmehr entstünden sie dort, wo Menschen mit Initiative sie gerne gründen würden und entsprechende Netzwerke vorhanden seien.
Laut Selke schämen sich viele, die die Angebote der Tafeln nutzen. Um ihr Selbstwertgefühl zu stärken, könne er sich vorstellen, die Bedürftigen mehr an der Arbeit der Tafeln zu beteiligen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)