9. Juni 2012
Das soziale Online-Netzwerk Facebook kann seine neuen Datenschutzrichtlinien und Nutzungsbedingungen wie geplant einführen. Eine Abstimmung der Nutzer gegen die Richtlinien scheiterte an einer zu geringen Beteiligung. Bis gestern Abend hätten 30 Prozent der aktiven Facebook-Mitglieder weltweit ihre Stimme abgeben müssen - das wären rund 270 Millionen Menschen gewesen. Stattdessen nahmen nur knapp 343.000 Nutzer teil. Sie sprachen sich mehrheitlich gegen die neuen Richtlinien aus. Das Ergebnis ist aber wegen der geringen Beteiligung nicht bindend für Facebook, sondern hat nur beratende Wirkung.
Datenschützer hatten die Abstimmung kritisiert: Die Nutzer seien nicht ausreichend informiert worden, die Beteiligungshürde sei zu hoch und es stünden keine Gegenvorschläge zur Wahl. Die neuen Datenschutzrichtlinien sehen unter anderem vor, dass Nutzer-Daten länger als bisher gespeichert werden dürfen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)