11. Juni 2012

Barsche in Afrika zeigen, wie sich neue Arten bilden

Wählerische Fische in tiefen, sonnigen Seen haben die besten Chancen. Für sie ist die Wahrscheinlichkeit besonders hoch, dass sich aus ihnen im Laufe der Zeit neue Arten entwickeln. Forscher der Universität Bern haben die Artenvielfalt in afrikanischen Seen untersucht, genauer gesagt ging es ihnen um die Veränderungen bei Buntbarschen. Allein im Viktoria- und im Malawisee sind mehr als 800 Buntbarsch-Arten bekannt. Die Wissenschaftler wollten wissen, warum diese Vielfalt entsteht.

Ihr Ergebnis: Die Artenvielfalt erklärt sich aus dem Zusammenspiel externer und interner Faktoren. So war die Wahrscheinlichkeit für Artenneubildung besonders hoch, wenn der See tief und die Sonneneinstrahlung hoch war. Wenn die Barsche bei der Partnerwahl dann noch besonders wählerisch waren, bildeten sich am häufigsten neue Arten. Die Forscher beurteilten das anhand der Farben der gestreiften Fische.

Die Studie ist nachzulesen in der Fachzeitschrift "Nature".

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)