11. Juni 2012

Genetische Auslöser für häufigste Migräneform entdeckt

Lähmende Kopfschmerzen und Übelkeit: Bis zu zwölf Prozent der Bevölkerung leiden an Migräne. Jetzt hat ein internationales Forscherteam die Stellen im Erbgut identifiziert, die für die häufigste Form dieser Kopfschmerzerkrankung verantwortlich sind. Das ist die Migräne ohne die sogenannte Aura - das heißt, bei den Betroffenen kündigt sich der Anfall anders als bei Patienen mit einer Aura nicht vorher durch Sehstörungen oder ähnliche Symptome an. Wie die Wissenschaftler im Fachmagazin "Nature Genetics" berichten, fanden sie insgesamt vier Bereiche, die etwas mit den Anfällen zu tun haben. Es sei das erste Mal, dass man genetische Ursachen für diese Art von Migräne gefunden habe.

Für ihre Studie hatten die Forscher das Erbgut von rund 2.500 Menschen mit Migräne ohne Aura mit dem von knapp 5.000 gesunden Kontrollpersonen verglichen. Sie wollen jetzt noch weiter erforschen, wie genau die Krankheit entsteht.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)