11. Juni 2012

Brandstiftung vor Entdeckung der Terrakotta-Armee?

Die Archäologen gehen von Brandstiftung und Plünderung aus. In China haben Forscher sich die Fundstelle der berühmten Terrakotta-Armee noch einmal genauer angesehen und sind dabei auf viele Tonscherben gestoßen. Wie mehrere chinesische Medien berichten, waren diese verkohlt oder rot verfärbt. Das deute darauf hin, dass die Grabbeigabe Opfer von Brandstiftung gewesen sein könnte. Denn der originale blaugraue Ton des Materials verfärbe sich erst beim Kontakt mit Feuer zu rot.

Die über 7.000 Ton-Soldaten stammen aus dem dritten Jahrhundert vor Christus und gelten als Totengeschenk für den Kaiser Chin Shi-Huang-Thi, der ganz China unterwarf. Die Wissenschaftler vermuten, dass ein Rivale des Kaisers die Gruben nach dem Tod seines Feindes öffnen ließ und Feuer legte.

Die Terrakotta-Armee wurde Mitte der 70er Jahre zufällig von Bauern entdeckt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)