11. Juni 2012

"taz": Warum es gut ist, dass die Engländer beim Fußball immer verlieren

Die Engländer sind sympathischer, wenn sie verlieren - denn dann machen sie Witze über sich selbst. Das sagte der britische Journalist und Buchautor Simon Kuper im Interview mit der "Tageszeitung". Deswegen hoffe er, dass England bei der Fußball-EM auch dieses Mal nicht gewinne. Aber das sei auch nicht sehr wahrscheinlich. Das Land stelle nur die zehntbeste Mannschaft der Welt. Und die Engländer hätten keine Ahnung vom europäischen Fußball, weil sie als Inselnation einfach zu weit davon entfernt seien. Deutschland dagegen habe sich nach der EM-Katastrophe von 2000 sehr viel bei den Niederlanden und Spanien abgeschaut und sei deshalb besser geworden.

Ein bisschen patriotisch zeigt sich Kuper dann aber doch: Zum Ende des Interviews sagt er, Halbfinale wäre sehr nett. Schließlich brauchten die Engländer zumindest ein bisschen Erfolg.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)