11. Juni 2012
Kalkutta war einst die Hauptstadt Indiens, als Großbritannien dort noch Kolonialmacht war. Aus dieser Zeit stammen prachtvolle Gebäude, die Vorbilder aus London kopierten. Doch sie sind heute vom Verfall bedroht. Um sie zu erhalten, unterstützt das Goethe-Institut die Indische Gesellschaft zum Schutz des kulturellen Erbes. Der Leiter der Behörde für Kalkutta, G. M. Kapur, erklärt im Magazin des Goethe-Instituts, was die Probleme sind beim indischen Denkmalschutz. So sähen manche Menschen im Erhalt der Gebäude einen Versuch, der Kolonialzeit zu huldigen. Außerdem gebe es eine starke Baulobby, die für den Abriss plädiere, um höhere Gebäude für die wachsende Bevölkerung zu bauen. Und auch das Klima trage zum schnellen Verfall der Häuser bei.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)