11. Juni 2012

SWP-Analyse: Konflikte im Nord- und Südkaukasus lassen sich nicht trennen

Der Kaukasus gilt als Krisenregion. Aus dem Norden gibt es Meldungen über islamistischen Aufruhr, im Süden streben abtrünnige Regionen nach mehr Unabhängigkeit. Zwischen beiden Regionen verläuft das Hochgebirge des Kaukasus. Diese Trennung zog bisher auch die Wissenschaft und behandelt beide Problemregionen einzeln.

Doch laut einer Analyse der "Stiftung Wissenschaft und Politik" ist diese strikte Trennung nicht richtig. Georgien habe das bereits erkannt und berücksichtige in seiner Politik sowohl den Nord- als auch den Südkaukasus.

Ähnlich solle sich künftig auch die Europäische Union verhalten. Die unterhalte bislang kaum Beziehungen zum Nordkaukasus. Wenn die EU diese Region in ihre Politik aufnehme, sollte sie aber auch mit Russland kooperieren, so der SWP-Autor.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)