11. Juni 2012
China investiert in die afrikanische Wirtschaft und Afrikaner gehen nach China zum Arbeiten: Das asiatische Land und der Kontinent sind immer stärker verbunden. Jetzt hat ein Wissenschaftler das Leben von Afrikanern in China erstmals systematisch untersucht. Adams Bodomo, Professor für Linguistik und Afrikastudien an der Universität Hongkong, hat über 700 Migranten befragt.
Er schreibt in seinem Buch, die genaue Zahl der in China lebenden Menschen mit afrikanischen Wurzeln sei in den Statistiken nicht erfasst. Geschätzt handele es sich um etwa eine halbe Million. Die größte Gruppe stellten Händler dar, die ihre Waren auf Märkten in den Metropolen anböten. Außerdem gäbe es viele Studenten und auch mehrere tausend "Professionals", also Professoren, Lehrer oder Regierungsvertreter.
Besonders integriert sind die Afrikaner der Studie zufolge bisher nicht: Die meisten Befragten gaben an, in China möglichst ungehindert und erfolgreich ihren Geschäften nachgehen zu wollen.
Die Studie ist unter dem Namen "Africans in China: A Sociocultural Study and Its Implications on Africa-China Relations" erschienen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)